Stiftung verabschiedet langjährige Geschäftsführung Christel Friedrichs
Nach 28 Jahren Dienstjahren, davon 14 Jahre als verantwortliche Leitung der Eingliederungshilfe, verabschiedet die Diakonische Stiftung Ummeln Christel Friedrichs in den verdienten Ruhestand. Kolleg*innen, Wohnbeiräte, Mitglieder*innen des Aufsichtsrates sowie Vertreter*innen aus Kirche, Politik und Verwaltung kamen am 9. Juli im Kirchlichen Zentrum zusammen und würdigten die besonderen Verdienste von Christel Friedrichs um Menschen mit Assistenzbedarf.

Die Abschiedsfeier begann mit einer Andacht von Pfarrer Stefan Prill von der evangelischen Kirchengemeinde Ummeln. „Du stellst meine Füße auf weiten Raum.“ Mit diesem Psalm blickte Pfarrer Prill zurück auf das Wirken von Christel Friedrichs in der Diakonischen Stiftung Ummeln, in der sie Spuren hinterließ. Prill betonte ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und mitzugestalten, und verwies auf ihren besonderen Einsatz für die Menschen, egal ob Klient*innen oder Mitarbeiter*innen. Am Ende der Andacht sprach er ihr den Segen aus.
Der Mensch im Mittelpunkt
Außerordentliches Engagement, Anstand und Benehmen, Menschlichkeit und klare Haltungen – diese Eigenschaften von Christel Friedrichs hob Vorstand Marc Korbmacher in seiner Rede hervor. „Der Mensch steht für dich im Mittelpunkt“, so Korbmacher. Um anschließend ihre Verdienste um die Eingliederungshilfe in Erinnerung zu rufen: Die Entwicklung verschiedener neuer Wohnangebote im Zentrum der Gemeinden, der Haltungswechsel zugunsten von mehr Selbständigkeit und Selbstbestimmung für die Klient*innen, der Aufbau des ambulanten Dienstes und des Pflegedienstes sowie die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes.
Es war ein Abschied mit bewegenden Momenten, den die Teilnehmer*innen an diesem Tag erlebten. Ein Chor aus Kolleg*innen der Geschäftsleitung und der Eingliederungshilfe sang für Christel Friedrichs mit Gitarrenbegleitung mehrere Lieder, der Kabarettist und Schauspieler Ingo Börchers sprach humorvolle, poetische und nachdenkliche Festworte und moderierte im Anschluss ein Gespräch mit drei Personen, die Christel Friedrichs in ihrem beruflichen Wirken als Geschäftsführung der Eingliederungshilfe über lange Zeit begleitet haben.
Dankbarkeit
Die letzten Worte aber gehörten Christel Friedrichs. „Ich habe fertig“, zitierte sie die legändere Worte von Trainer Giovanni Trappatoni. Dankbar sei sie für das viele Vertrauen, das ihr entgegengebracht worden sei. Für das Team, dass sie getragen habe, für die vielen Menschen, die sie in der Stiftung kennenlernen durfte und für die Unterstützung von ihrem Mann und ihrer Familie. „Ich hinterlasse eine stabile Eingliederungshilfe“, betonte Friedrichs. Sie gehe darum mit einem guten Gefühl und voller Freude auf die Zeit, die kommt. Am Ende ihrer Rede: langer, stehender Applaus.

