Ein Haus für die Gartenschnecke: Kreativität, Teamarbeit und ganz viel Herz
Manchmal sind es die kleinen Ideen, die etwas ganz Besonderes entstehen lassen. So auch am neuen Wohnangebot der Diakonischen Stiftung Ummeln Teilhabe gGmbH am Stadtring in Brackwede. Zur Einweihung 2025 erhielten die Bewohner*innen ein außergewöhnliches Geschenk: Klient*innen aus Werther überreichten eine große Holzschnecke als Blickfang für den Garten.

Die Schnecke fühlte sich schnell wohl an ihrem neuen Platz – doch irgendetwas fehlte noch. Stefan Kinkel, Mitarbeiter in der Wohnbetreuung, hatte schließlich die entscheidende Idee: „Auch die Schnecke braucht ein Haus!“
Gesagt, getan. Die Tagesstruktur der Diakonischen Stiftung Ummeln, die mit Menschen mit Assistenzbedarf unter anderem handwerkliche und künstlerische Kreativprojekte umsetzt, nahm sich der Aufgabe mit viel Begeisterung an. Mitarbeiter Daniel Boge hatte die Idee, eine ausgediente Holzkabeltrommel in ein Schneckenhaus zu verwandeln. Gemeinsam mit Klient Sven Warning machte er sich ans Werk und verwandelte das alte Material Schritt für Schritt in ein echtes Kunstwerk.

Besonders kreativ wurde es bei der Gestaltung. Zusammen mit Mitarbeiterin Jutta Sieker zauberte Sven Warning eine beeindruckende 3D-Optik auf das Schneckenhaus. Die kunstvoll gestalteten Flächen lassen das Bauwerk aus verschiedenen Blickwinkeln immer wieder anders wirken und verleihen ihm eine besondere Tiefe.
Doch damit nicht genug: Auch die Idee für die farbigen Gläser stammt von Sven Warning. Die bunten Glaselemente wurden in die Holzkonstruktion eingearbeitet und sorgen schon tagsüber für schöne Lichtspiele. Am Abend entfaltet das Schneckenhaus dann seinen ganz besonderen Charme: Eine Solarlichterkette lässt die farbigen Gläser von innen heraus leuchten und verwandelt das Kunstwerk in einen strahlenden Hingucker.
Entstanden ist weit mehr als nur ein Schneckenhaus. Das Projekt zeigt, was möglich wird, wenn Ideen, handwerkliches Geschick und gemeinschaftliches Engagement zusammenkommen.




