Die Wohngruppe mit intensivem Bedarf hält bis zu sieben Plätze für weibliche und männliche Kinder und Jugendliche im Aufnahmealter von 10 bis 18 Jahren vorund befindet sich in Rheda-Wiedenbrück, im Ortsteil Rheda. Das Wohnangebot ist inklusiv ausgerichtet und hat einen erlebnispädagogischen Schwerpunkt. In Zielsetzung und Arbeitsweise handelt es sich um ein stationäres Angebot gemäß der §§ 27, 34, 35 a und 41 des SGB VIII. Des Weiteren werden mit dieser Hilfeform, nach individueller Prüfung, die Bedarfe des Teil 2, Kapitel 3 – 6, §§ 109 – 116 SGB IX abgedeckt.

Lernen durch Erleben steht im Vordergrund und bestimmt alle Lebensbereiche der Kinder und Jugendlichen in der Intensivwohngruppe Rheda. Wir arbeiten transparent, partizipativ und wertschätzend. Der methodische Ansatz der Erlebnispädagogik ist innerhalb der Teamgespräche und Reflexionsgespräche leitend und fragt immer wieder, welche Erlebnisse zum besseren Lernen der Kinder und Jugendlichen beitragen.
Unser Angebot ermöglicht Erfahrungen, die die Kinder und Jugendliche in ihrem Herkunftssystem nicht machen konnten und die im Rahmen der Wohngruppe teilweise nachgeholt werden oder als neue Erfahrung reflektiert werden können. So stärken wir als Gruppe den Blick auf Lernerfahrungen und fördern den Selbstwert und die Selbstermächtigung der Kinder und Jugendlichen. Wir vermitteln im Alltag den Zusammenhang von Handlung und Konsequenz. Durch das Ausprobieren und Reflektieren nutzen und erweitern wir stets den methodischen Rahmen der erlebnispädagogischen Möglichkeiten. Jede*r Mitarbeiter*in kann sich so mit den individuellen Stärken einbringen.
Das Angebot ist geeignet für Kinder und Jugendliche …
- … in einem Aufnahmealter 10 bis 18 Jahren.
- … deren Erziehung und Entwicklung auch mit stützenden und ergänzenden Hilfen im Herkunftssystem nicht sichergestellt ist.
- … die mit Gewalt konfrontiert sind.
- … die Beziehungsabbrüche und Trennungserfahrungen erleben.
- … mit Schädigungen in den Bereichen Milieu und Entwicklung.
- … die Vernachlässigung und Gefährdungssituationen im Herkunftssystem ausgesetzt sind.
- … die unter Beziehungs-, Bindungs- und reaktiven Schädigungen leiden.
- … die Auffälligkeiten in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung sowie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zeigen und einen hohen Bedarf an Unterstützung im erzieherischen Bereich haben.
- … die aufgrund ihrer bisherigen Lebenserfahrungen mit Misserfolgserlebnissen konfrontiert waren und versuchen, Versagensängste mit herausfordernden Verhaltensweisen zu kompensieren.
- … die umfassende Hilfen zur Erziehung benötigen, um weitere Entwicklungsschritte zu ermöglichen und Auffälligkeiten zu mindern.
- … mit einer leichten Intelligenzminderung (ICD-10: F70, IQ 50-69).







