17.06.2011
Evangelische Stiftung Ummeln eröffnet Neue Wohngruppe und Beratungsbüro im Ortskern
Ummeln. „Jetzt setzten wir um, was wir schon lange im Namen führen: Wir stellen Menschen mit sehr besonderen Charakteren und Fertigkeiten buchstäblich in die Mitte!" Mit sichtlichem Stolz begrüßte Uwe Winkler, Vorstandssprecher der Evangelischen Stiftung Ummeln, etliche Gäste aus Kirche, Diakonie und Kommune zur Einweihung des „Hauses Birkenstraße 1".
Mit der Anmietung des mehrgeschossigen Gebäudes, das in zwei Ladengeschäfte und vier Mietwohnungen aufgeteilt ist, verfügt die Stiftung jetzt über eine Anlaufstelle mitten im Ort. Nach umfangreichen Umbauten sind ins Erdgeschoss Beratungsbüros für Einzelpersonen wie auch Familien mit und ohne Behinderungen eingezogen. Dort finden Rat Suchende psychologische, entwicklungspsychologische sowie Familienberatung. Auch die Büros der mobilen Betreuung sowie des Bereichs familienanaloge Wohnformen sind jetzt in der Birkenstraße zu finden. Eine Teeküche sowie ein großer Mehrzweckraum können auch von der Allgemeinheit genutzt werden.
In den oberen Etagen wohnen bereits seit Mitte Februar 17 Menschen mit Behinderungen, die zuvor auf dem Kerngelände der Stiftung an der Veerhoffstraße gelebt haben. Insgesamt sind in diesem Haus vier unterschiedlich große Wohnungen zur Verfügung, deren Bewohnenden ein erfahrendes Team von Wohn - und Lebensbetreuern/ -innen rund um die Uhr zur Verfügung steht.
„Wir sind offen für Begegnungen und Anregungen aus Ihren Kreisen", sprach Pfarrer Winkler bewusst die anwesenden Kirchen -und Vereinsvertreter/-innen an. „Wir wollen in Gemeinschaft treten!" Das Thema Behinderung nehme im sozialräumlichen Denken noch zu wenig Platz ein, sagte Hans Laustroer (Leitung Ummeln Ambulant). „In dieser neuen Beratung -und Begegnungsstätte möchten wir im Sinne unseres Mottos ‚Begegnung, Beratung und Bildung' Menschen des Stadtteiles zusammenbringen und zum kulturellen Leben vor Ort beitragen."
Der Jugendhilfebereich werde sich mittelfristig weg vom Kerngelände der Stiftung in die Sozialräume orientieren, informierte Ilona Overath von der pädagogischen Leitung Jugendhilfe. So ist mit heutigem Datum das Beratungsbüro in die Birkenstraße umgezogen.
„Der Weg in eine inklusive Gesellschaft ist unumkehrbar", betonte Christel Friedrichs (Geschäftsbereichsleitung Behindertenhilfe). „Ziele der Inklusion werden verwirklicht, wenn wir den Menschen normale Wohnmöglichkeiten im Sozialraum anbieten und zugleich unsere Kerngelände in Sozialräume umwandeln. Durch den Bezug der Birkenstraße ist ein Meilenstein erreicht, weitere werden folgen."
Ausdrücklich dankten die Vertreter der Stiftung dem Vermieter Familie Joswieg, der Architektin Theresa Weiffen, sowie den Mitarbeitenden des Wohnbereichs, Handwerkern und Nachbarn für ihre Unterstützung. „Ich freue mich, dass dieser Ort mehr Lebensqualität erfährt", so die Brackweder Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr. „Das kann für uns in Ummeln und Brackwede nur gut sein."
Autor: Pastor Uwe Winkler
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